In Erinnerung gerufen: Lecker ist nicht lustig

Palmöl

Produktionskostenoptimierung (Profit) oder Konsumzwang?

Wir alle mögen SIE gern; SIE ist so lecker. Es gibt SIE in mannigfaltiger Ausprägung: in Braun und in Weiß, gestreift, mit Nüssen oder auch mit Mandeln, in kleinen Bechern, in großen Gläsern. Bunt und auch schlicht beworben, teuer und preiswert. Und eben mit oder ohne Palmöl.

Es ist wahr; SIE ist praktisch eine Delikatesse. Aber egal um welche Sorte es sich auch handelt; der Genuss in großen Mengen ist auch in diesen Fall leider nicht gesund! Uns Menschen macht SIE dick, der Zuckerhaushalt wird gestört und krebserregend soll SIE zudem ebenfalls sein; zumindest, wenn SIE Palmöl in raffinierter Form enthält.

Nicht nur für uns Menschen, sondern auch für andere Arten auf unserem Planeten wird SIE zur Bedrohung!

Brandrodung, Landraub und Entrechtung der lokalen Bevölkerung finden statt.

Für die Gewinnung von Palmöl wird Regenwald, der natürliche Lebensraum der Orang-Utans und unser aller Öko-System, für Palm-Plantagen zerstört; gegen Monokultur eingetauscht.

Überlebende Orang-Utans werden verstümmelt, verbrannt und sogar lebendig begraben. Auch Tiger, Elefanten, Nashörner und andere Arten sind vom Raubbau gefährdet. Von der Flora ganz schweigen. Dieser Situation begegnen wir nicht mehr nur in den Wäldern von Sumatra und Borneo. Auch Afrika und Südamerika sind vom Raubbau betroffen.

Verbrannter Orang-Utan

Wird das Aussterben auch nur einer Art es wert sein, SIE weiterhin zu genießen, die SCHOKOCREME?

Schokocreme

Unbestreitbar ist es kontraproduktiv zum Schokocreme-Boykott aufzurufen, denn Palmöl ist ja nicht nur wesentlicher Bestandteil in Schokocremes und vielen anderen Lebensmitteln, sondern auch in Produkten zur bioenergetischen Verwendung, in Produkten für die industrielle Verwendung, in Reinigungsmitteln, in Kosmetika, in Medizin, in Futtermitteln u.v.m., wobei der Bedarf für Nahrungsmittel und Produkte für die bioenergetische Verwendung am höchsten ist.

Egal in welchen Produkten Palmöl seinen Einsatz findet; die Befriedigung der unserem Wirtschaftssystem immanenten Notwendigkeit des Wachstums, um Gewinn zu erzielen, wird ebenso einen weiteren Schritt auf unserem selbstzerstörerischen Weg darstellen wie auch der künstlich erzeugte und natürlich wachsende Bedarf an Palmöl (und der damit einhergehende Konsum dieser Produkte). Dieser Selbstzerstörung können wir nur begegnen, wenn wir umdenken und alternatives Verhalten gegenüber Mensch und Natur unverzüglich anwenden.

Orang-Utan mit Baby

Konsumieren wir bewusst und mit Verstand und schaffen bzw. nutzen wir Alternativen!

Oder woraus bestanden Schokocremes vor dem Palmöl-Zeitalter?

Wissen Sie schon, dass …

  • Palmöl in der EU als Zutat in Lebensmitteln erst seit Ende 2014 ausgewiesen werden muss?
  • Palmöl auf Zutatenlisten anderer Produkte nicht immer als solches ausgewiesen wird?
  • der aus Palmöl produzierte „Biosprit“ ein vielfaches klimaschädlicher ist als Treibstoff aus Erdöl?
  • in Deutschland fast 2 Millionen Tonnen Palmöl pro Jahr verbraucht werden?
  • es auch auf sogenannten „nachhaltig bewirtschafteten“ oder „Bio“-Plantagen immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen kommt?
  • in raffiniertem Palmöl große Mengen gesundheitsschädlicher Fettsäureester enthalten sind, die das Erbgut schädigen und Krebs verursachen können?
  • die Plantagen weltweit eine Fläche von über 17 Millionen Hektar einnehmen? Zum Vergleich: Die Fläche der Bundesrepublik Deutschland beträgt 35.711.100 Hektar.

Hintergrundinformationen

Für und wider: Wir möchten Sie lieber Leser dazu anregen, sich umfassend zu informieren. Nehmen Sie sich heute Zeit für Ihre Zukunft und die Zukunft aller Kinder. Finden Sie heraus: Was ist Palmöl? Warum wird Palmöl eingesetzt? Wie gesund ist Palmöl? Welche Auswirkung hat die Palmöl-Produktion auf unser Klima? Welcher Schaden entsteht durch die Palmöl-Produktion? Was kostet die Palmöl-Produktion? Und, welche Alternativen sind vorhanden, um Palmöl zu substituieren bzw. zu ersetzen und zudem auch den Verbrauch in Grenzen zu halten?

Um zu beurteilen, wie nutzbringend oder auch schädlich der Palmöl-Prozess für uns ist und sein wird, müssen wir den gesamten Produktzyklus betrachten und bewerten.

Verwerten Sie bitte Informationen verschiedener Medien!

Hören Sie sich auch Meinungen Andersdenkender an, und scheuen Sie sich nicht, Ihre Meinung zu ändern.

Gehen Sie mit offenen Augen einkaufen 🙂

Vielen Dank!

Ihr Loralis Résumé


Folgende Linksammlung könnte Ihnen bei Ihrer Recherche helfen:

Rettet den Regenwald e. V. – 5-Minuten-Info über Palmöl und die Produktion

Aktionsbündnis “Regenwald statt Palmöl”

SAVE Wildlife Conservation Fund Stiftung

Zero Palmöl – Trotz weltweiter Kritik – Warum ist Palmöl so begehrt?

WWF – Palmöl

Süddeutsche Zeitung, 14. November 2016, 18:53 Uhr – Italien ringt ums Palmöl

Zeit Online, 30. August 2016, 15:43 Uhr – Kauft wieder Palmöl! Im Ernst?

Greenpeace e. V. – Palmöl

Greenpeace Österreich – Palmöl vernichtet CO2-Speicher Urwald

RSPO – Roundtable on Sustainable Palm Oil (engl.)

ZDF heute, 30.08.2016 – Studie: Kein Palmöl ist auch keine Lösung

ZDF heute, 11.10.2015 – Palmöl: Boom mit fatalen Folgen

Forum Nachhaltiges Palmöl – Palmöl

Forum Nachhaltiges Palmöl – Endbericht 2015

Bundesinstitut für Risikobewertung – Fragen und Antworten zur Kontamination von Lebensmitteln mit 3-MCPD-, 2-MCPD- und Glycidyl-Fettsäureestern


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1 Comment

  1. Lorala Lorali sagt:

    Da hast Du Recht.

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